Der Frühling beginnt in Galicien nicht mit Kirschblüten oder Strandwetter, sondern mit gutem Essen. Anfang Märzverwandelt sich Santiago de Compostela wieder in eine grosse kulinarische Bühne: „Santiago é Tapas“ bringt Einheimische, Studierende und Reisende zusammen und zeigt, wie modern, kreativ und genussvoll die galicische Küche heute ist.
Das Tapas-Festival zählt zu den beliebtesten Food-Events Nordspaniens und ist längst mehr als ein Geheimtipp. Statt einer zentralen Festivalfläche wird die ganze Stadt zur Genussroute – perfekt für alle, die Santiago entspannt, authentisch und mit allen Sinnen erleben möchten.
Tapas-Hopping durch die Altstadt
Das Prinzip ist einfach und genial: Zahlreiche Bars, Tavernen und Restaurants – vor allem in der historischen Altstadt – kreieren jeweils eine eigene Tapas-Kreation, die während des Festivals angeboten wird. Besucher:innen ziehen von Lokal zu Lokal, probieren sich durch klassische und moderne Häppchen und entdecken dabei ganz automatisch neue Ecken der Stadt.
Besonders beliebt ist der sogenannte „Tapas-Pass“, mit dem man die verschiedenen Stationen sammelt und bewertet. So wird aus dem Restaurantbesuch ein spielerischer kulinarischer Stadtrundgang – ideal auch für Kurztrips.
Galicische Klassiker neu interpretiert
Kulinarisch dreht sich bei „Santiago é Tapas“ alles um das, wofür Galicien bekannt ist: frische Produkte, ehrliche Küche und starke Aromen. Meeresfrüchte aus dem Atlantik, Pulpo, Rindfleisch, Käse, Pilze oder saisonales Gemüse bilden die Basis vieler Tapas. Doch statt rein traditionell wird oft experimentiert: klassische Zutaten treffen auf moderne Techniken, internationale Einflüsse oder überraschende Kombinationen.
Gerade diese Mischung macht das Festival so spannend. Man probiert Dinge, die man so nie bestellen würde – und wird oft positiv überrascht. Für viele Lokale ist das Event auch eine Bühne, um neue Ideen zu testen oder ihr kulinarisches Profil zu zeigen.
Warum sich ein Besuch im März lohnt
Anfang März ist eine der besten Reisezeiten für Santiago de Compostela. Die Stadt ist deutlich ruhiger als im Sommer, das Klima mild und die Atmosphäre entspannt. Während der Jakobsweg noch nicht seinen Hochbetrieb erreicht hat, füllen sich die Gassen beim Tapas-Festival vor allem mit Einheimischen – ein klarer Pluspunkt für alle, die Santiago authentisch erleben wollen.
Für Schweizer Reisende ist das besonders attraktiv: kurze Wege, überschaubare Stadtgrösse, viel Kultur und eine Küche, die ohne Schnickschnack überzeugt.
Genuss trifft Kultur
„Santiago é Tapas“ lässt sich perfekt mit Sightseeing verbinden. Zwischen Kathedrale, Marktbesuch und Spaziergängen durch die Altstadt bleibt genug Zeit für kulinarische Stopps. Viele nutzen das Festival, um Santiago einmal nicht als Pilgerziel, sondern als lebendige Universitäts- und Genussstadt kennenzulernen.
Oft wird das Event zudem von kleinen kulturellen Programmpunkten begleitet – etwa Konzerten, Ausstellungen oder Aktionen in den Quartieren. Essen, Kultur und Stadtleben gehen hier fliessend ineinander über.
Fazit: Frühling, der schmeckt
„Santiago é Tapas“ ist kein lautes Food-Festival, sondern ein entspannter Genussmoment, der perfekt zu Galicien passt. Wer Anfang März nach Spanien reist und Lust auf Kulinarik, Kultur und authentisches Stadtleben hat, trifft mit Santiago eine hervorragende Wahl.

